Gedanken zum Neuen Jahr

Constantin von Rundstedt
Constantin von Rundstedt
21. Januar 2019

Viele von Ihnen haben in den letzten zwei Wochen Ferien gehabt oder Urlaub genommen und sind an diesem Montag wieder in das Berufsleben gestartet. Vermutlich haben Sie in dieser Zeit die Ruhe und Erholung genossen sowie die Gelegenheit genutzt Ihre Familien zu besuchen, gemeinsame Stunden mit Eltern, Freunden und Verwandten zu verbringen. Auch wenn es nur zwei Wochen sind, so fühlen sie sich diese zwei Wochen doch anders an als zwei Wochen über Ostern oder im Sommer oder im Herbst. Woran liegt das eigentlich? Es sind ja NUR zwei Wochen.

Ich glaube, dass diese Jahreswechsel immer wieder nicht nur ein Kalenderereignis sind, sondern dass die Monate Dezember und Januar mit Programm gefüllt sind, das im Kalender einzigartig ist: Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche mit Kollegen und Freunden, Weihnachtskarten lesen und schreiben, Jahresendgespräche mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten, Neujahrsempfänge, Jahresauftaktgespräche etc. Bei mir führt das automatisch zu einer gewissen Entschleunigung, die sich zwar endgültig nach einem nicht minder stressigen Weihnachtsfest einstellt und durch tagelang geschlossene Geschäfte und leere Ortschaften (Ferienfahrer) verstärkt wird. Ich genieße diese Ruhe, die Zeit für uns als Familie und die (hoffentlich) wenigen sozialen Verpflichtungen.

Und dann kommt (plötzlich) der Silvesterabend und das neue Jahr wird mit großem Knall begrüßt und begonnen. Und mit dem Jahresanfang kommen die guten Vorsätze. Und mit dem Osterhasen (im Rheinland schon oft zu Karneval) sind viele dieser guten Vorsätze längst überholt. Meine Frau fragte mich unvermittelt am 1. Januar, was ich denn für 2019 für Ziele hätte, beruflich wie privat, auf die ich hinarbeiten wolle. Meine Ziele? Zunächst habe ich die Frage gar nicht verstanden, bis mir meine Frau von ihren Zielen berichtete: den Bodensee durchschwimmen, ihren ersten Triathlon auf der Sprintdistanz absolvieren (wobei ich die Raddistanz übernehmen soll) und ihre Promotion beginnen. Das machte mich stutzig. Ich selbst hatte keine Vorstellung von meinen Zielen und auch nach einigem Nachdenken fiel mir auch nicht sehr viel mehr ein.

Neugierig wie ich bin, stellte ich einige Freunden spaßeshalber dieselbe Frage: und die Antworten waren entsprechend verschieden. Sie reichten von „keine Ahnung“ über „keine konkreten Ziele“ bis hin zu sehr ambitionierten Vorhaben. Dabei ist mir die korrekte semantische Unterscheidung von Absichten und Zielen gar nicht wichtig. Aus jedem Seminar zum Thema Führung kennen Sie die SMARTen Ziele und die Relevanz derselbigen im Beruf und Führungskontext. Aber darum geht es mir heute gar nicht. Ich frage mich einfach, ob ein neues Jahr immer Neues bringen muss oder ein „weiter so wie im letzten Jahr“ nicht ebenso genügt? Oder vielleicht ein „alles, nur davon weniger“ oder ein „das am besten nicht“? So bleibt eventuell das Überraschungsmoment stärker fühlbar.

Wenn es Ihnen um Zufriedenheit und das Gefühl geht Dinge geschafft zu haben, dann sind die „alten Tugenden“ sicherlich ein guter Wegbegleiter: harte Arbeit, Fleiß, Dranbleiben. Klingt einfach, ist aber schwer. Viele Menschen funktionieren gut durch den Belohnungsmechanismus: belohnen Sie sich oder Ihre Kinder oder Mitarbeiter bei Erreichen eines Ziels, so wie es für als passend empfinden. Wenn Ihnen und ihnen das hilft – wunderbar! Wenn nicht, dann lauschen Sie doch einfach mal Arnold Schwarzenegger, dem Terminator, dem jüngsten Mr. Universum, dem Gouverneur: Work Your A** off! Vielleicht überzeugt er Sie ja. Es ist schon klar, ganz ohne Ziele geht es nicht. Da gebe ich Herrn Schwarzenegger recht. Aber mit dem Alter kommt auch die Einsicht: Ich werde mir für dieses Jahr auch Dinge vornehmen. Dinge, die mir wichtig sind und die für mich eine persönliche Bedeutung haben. Nach der Devise: Einfach mal probieren.

Mein Fazit für 2019: vergessen Sie dabei bitte nicht Ihre Familie und Freunde. Die Zeit für wirklich wichtige Dinge im Leben gibt uns die Kraft, die wir im Beruf benötigen. Und so schließt sich der Zirkel.

Ihnen wünsche ich vor allen Dingen Gesundheit für das noch junge Jahr und viel Zeit mit den Menschen, die Sie liebhaben und damit zum Jahresabschluss im kommenden Dezember eine Vielzahl an Erlebnissen, aus denen Sie Kraft und Mut und Hoffnung für 2020 schöpfen können.

Ihr
Constantin von Rundstedt

Über den Autoren:

Constantin von Rundstedt

Constantin von Rundstedt

Constantin von Rundstedt, Familienunternehmer in zweiter Generation, führt seit 2015 die Geschäfte der von Rundstedt Executive Search GmbH. Er hat nicht nur ein Herz, sondern auch ein „Händchen“ für den Mittelstand – er weiß also, wie man mittelständische Unternehmen optimal bedient. Als Familienvater und einziger Mann in einem 5-Personen-Haushalt hat er gelernt, Ideen und Vorschläge überzeugend vorzubringen. Und er hat einen ausgezeichneten Blick für Menschen entwickelt, die sich gut in ein Familienunternehmen integrieren können.

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