Pokern. Marktwert testen. Nachverhandeln.

Alexandra Dohmgans
Alexandra Dohmgans
4. April 2019

… ist uns als Personalberater ein Graus. Wir verdienen unser Geld damit, dass unsere Kandidaten zu ihrem Wort stehen, den Vertrag, den sie verhandelt haben unterschreiben und die Position antreten.

 

Was den aktuellen Arbeitgeber im Kündigungsfall oft zur Frage „Was können wir tun, damit Sie Ihre Meinung ändern?“ bewegt ist klar: Know-How-Verlust, Unruhe im Team und die Kosten der Neubesetzung.

 

Aber was bewegt den Kandidaten, in diesen Dialog mit seinem Arbeitgeber einzusteigen und im Zweifel tatsächlich die Kündigung zurück zu nehmen? Eigentlich sollte doch alles klar sein: Es gab Motive, die zur Wechselbereitschaft geführt haben, das neue Unternehmen hat eine spannende Perspektive offeriert und man ist sich über die Konditionen einig geworden.

 

Soweit so gut. Aber warum entwickeln sich die Dinge dann so oft anders? Ein Blick auf die ursprünglich genannten Wechselmotive, die uns von Kandidaten – in dieser Reihenfolge und nie einzeln – oft genannt werden:

 

  1. Zu wenig Gestaltungsfreiheit oder Verantwortung
  2. Fehlende Karriereperspektiven
  3. Mangelnde Wertschätzung
  4. Schwieriges Betriebsklima oder Verhältnis zum Vorgesetzten
  5. Gehalt

 

Egal was versprochen wird – ad hoc KANN der Arbeitgeber nur das Gehalt ändern. ALLES andere ist ein Prozess, auf dessen Umsetzung man vertrauen muss. Nachdem man zuvor nicht mehr darauf vertraut hat, dass sich etwas verändert und man die gewünschten Chancen tatsächlich bekommt.

 

Die Frage „Wie wahrscheinlich ist es, dass sich jetzt etwas ändert und sich die Situation langfristig verbessert?“ sollte man sich ehrlich beantworten. Ist die Antwort „ja“, schließt sich die Frage an, ob man tatsächlich in einem Umfeld arbeiten möchte, in dem Wünsche und Bedürfnisse nur gehört werden, wenn schon alles auf der Kippe steht?

Ich persönlich habe mir diese Frage schon einmal beantwortet. Und habe ein sehr gutes Unternehmen trotzdem verlassen, weil es für mich nicht mehr passte.

 

Meine persönliche Bitte an Sie: Stellen Sie sich, bevor Sie in Verhandlungen mit einem neuen Arbeitgeber eintreten auch die Frage, ob Sie das Ergebnis auch tatsächlich umsetzen werden. Konsequent und ohne „Wenn und Aber“.

 

Ihre Alexandra Dohmgans

Über den Autoren:

Alexandra Dohmgans

Alexandra Dohmgans

Alexandra Dohmgans ist seit mehr als einem Jahrzehnt im Geschäft. Sie belegt immer wieder auf beeindruckende Weise, dass sie den Spagat zwischen Metallverarbeitung und Konsumgüterindustrie exzellent beherrscht. Ihre Arbeit ist gleichermaßen von Passion und von Pragmatismus geprägt – in der Besetzung einzelner Führungspositionen wie im Aufbau ganzer Geschäftsbereiche.

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